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Tapferer Auftritt beim Deutschen Meister

Als klarer Außenseiter war die HSG Blomberg-Lippe am 18. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen zum amtierenden Deutschen Meister gereist. In einer temporeichen Begegnung wehrten sich die Schützlinge von HSG-Trainer Steffen Birkner mit allen Mitteln, unterlagen dem Favoriten in der Fremde jedoch letztendlich mit 26:30 (13:17).

„Wir sind hierhergefahren, um den THC zu ärgern. Ich denke, dass ist uns über 60 Minuten lang gelungen“, zog Birkner in der Pressekonferenz nach Spielende ein positives Fazit. Kein Wunder. Von Beginn an wirkte sein Team hellwach, startete mit Toren von Laura Rüffieux und Silje Brons Petersen erfolgreich in die Begegnung. In der Folge entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem es keiner der beiden Mannschaften gelang sich entscheidend abzusetzen. Als Kira Schnack in der 20. Spielminute zum 11:11-Ausgleich traf, wunderte sich wohl ein Großteil der knapp 1.000 Zuschauer in der Salzahalle über die große Gegenwehr der Gäste. Doch immer wieder gelang den Thüringern eine schnelle Antwort. Mit einem Zwischenspurt und weiteren Toren der stark aufspielenden Iveta Luzumova zog der Tabellenzweite auf 11:15 davon und sicherte sich eine komfortable 13:17-Halbzeitführung.

Wer nun damit rechnete, dass der Widerstand der HSG gebrochen sei, sollte im zweiten Abschnitt eines Besseren belehrt werden. Immer wieder spielten sich die Blombergerinnen mit sehenswerten Spielzügen Tore heraus und stemmten sich in der Defensive vehement gegen die Angriffe der Heimmannschaft, welche in dieser Saison erst eine Niederlage verkraften musste. Ein großes Manko sollte am Samstagabend jedoch die Siebenmeter-Verwertung darstellen. Beim Stand von 21:26 scheiterte zunächst Ndidi Agwunedu, anschließend Kamila Kordovská an der gut aufgelegten THC-Torfrau Jana Krause. Mit insgesamt 17 Paraden erwischte Krause einen überragenden Abend und sorgte dafür, dass der Vorsprung bis zum Ende der Partie bestehen blieb. „Ein wenig ärgerlich ist es natürlich schon, dass wir keinen unserer vier Siebenmeter nutzen konnten und auch einige freie Würfe ungenutzt haben lassen. Eventuell wäre ansonsten sogar noch mehr möglich gewesen“, haderte der HSG-Trainer nur kurz, um seiner Mannschaft anschließend ein großes Lob auszusprechen: „Ich bin stolz auf mein Team und die kämpferische Leistung, die sie an den Tag gelegt haben. Sowohl vom spielerischen als auch von der Leistung in der Defensive war das, vor allem in der zweiten Hälfte, sehr sehr ordentlich“, so Birkner weiter.

Nun wartet erst einmal eine Länderspielpause auf die Bundesligaspielerinnen der HSG. Am 30. März haben Rüffieux und Co. dann beim Heimspiel gegen den VfL Oldenburg die nächste Gelegenheit zwei Punkte einzufahren. Eine Woche später wartet erneut ein Heimspiel auf die Blomberger Fans, wenn am 6. April die Neckarsulmer Sportunion an die Ulmenallee reist. Tickets für die beiden Spiele sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie im Online-Ticketshop erhältlich.

Tore für die HSG: Rüffieux (5), van Zijl (5), Schnack (4), Kordovská (4), Brons Petersen (3), Klaunig (2), Steenbakkers (1), Michielsen (1), Agwunedu (1)

Tore für den THC: Luzumova (9/3), Bölk (5), Stolle (4), Huber (4/2), …