Bundesliga Feature News

Bekanntes Gesicht kehrt zur HSG zurück

Bereits in der Saison 2013/14 gehörte sie zum Kader des Frauen-Handball-Bundesligisten HSG Blomberg-Lippe, führte das Team damals als erfolgreichste Torschützin zum sicheren Klassenerhalt und sogar zum DHB-Pokal-Vizetitel. Die Rede ist von Isabelle Jongenelen. Ab dem Sommer kehrt die Rückraumspielerin, derzeit aktiv beim Ligakonkurrenten VfL Oldenburg, zurück an alte Wirkungsstätte. Im Lipperland erhält die mittlerweile 27-jährige Linkshänderin einen Zweijahresvertrag bis zum 30.06.2021.

Über die Stationen Bietigheim und Nantes wechselte Jongenelen 2016 zum VfL. Dort feierte die 1,79m große Niederländerin in der vergangenen Saison den DHB-Pokalsieg, wurde jedoch während ihrer Zeit im Norden auch durch Verletzungen zurückgeworfen. Ausgerechnet beim letzten Auftritt der Oldenburger in Blomberg, im September 2017, zog sich die gebürtig aus Breda stammende Spielerin einen Kreuzbandriss zu und musste in der Folge mehrere Monate pausieren. Ab dem Sommer möchte die siebenfache Nationalspielerin bei der HSG wieder voll angreifen und bekam dazu, nach erfolgreich überstandenem Medizincheck, auch von Mannschaftsarzt Dr. Titus Bertolini grünes Licht. „Ich habe lange überlegt, wie mein Weg nach der Saison weitergehen soll. Am Ende bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich mir auch weiterhin zutraue auf höchstem Niveau Handball zu spielen und zu meiner alten Form zurückzufinden. Ich habe noch sehr gute Erinnerungen an meine Zeit in Blomberg und möchte auch mit dem neuen Team wieder erfolgreich sein“, so Jongenelen. Dabei hofft sie ihre große Erfahrung bei der HSG an die jüngeren Spielerinnen weitergeben zu können: „Ich bin nun seit über zehn Jahren im Profigeschäft, habe bereits vieles erlebt und bin mir sicher, dass ich dem jungen Team sowohl mental als auch mit meiner harten aber fairen Spielweise weiterhelfen kann“, strahlt die Rückraumspielerin Selbstbewusstsein aus.

Davon überzeugt, dass Jongenelen den Nelkenstädterinnen ab der kommenden Spielzeit eine Hilfe sein wird, ist HSG-Trainer Steffen Birkner: „Meine Mannschaft wird von der großen, auch internationalen Erfahrung, die Isabelle mitbringt, definitiv profitieren. Sie strahlt jederzeit Torgefährlichkeit aus und ich bin mir sicher, dass sie uns auch in der Deckung zu mehr Stabilität verhelfen wird. Mit Tessa van Zijl und Isabelle haben wir ab der kommenden Saison zwei verschiedene Spielertypen im rechten Rückraum zur Verfügung, wovon ich mir mehr Flexibilität erhoffe. Schön, dass Isabelle sich für die HSG entschieden hat“, freut sich Birkner auf seinen zweiten Neuzugang.

„Wir haben uns öfter mit Isabelle getroffen und intensive Gespräche geführt. Ich bin froh, dass mit ihr eine Spielerin den Weg zur HSG zurückfindet, mit der wir bereits auf eine erfolgreiche gemeinsame Spielzeit zurückblicken können. Isabelle ist in der Zwischenzeit deutlich gereift und wird unserem jungen Kader, dem derzeit noch das ein oder andere Mal nachgesagt wird, zu lieb zu agieren, mit ihrer kampfbetonten Spielweise helfen“, ist auch HSG-Geschäftsführer Torben Kietsch glücklich über die Rückkehr der ehemaligen Toptorschützin. Bei der HSG wird sie ab Juli wieder die Rückennummer 7 einnehmen.

Ende des Monats wird Jongenelen jedoch vorerst noch mal mit ihrem jetzigen Team die Reise an die Ulmenallee antreten, wenn es am 30. März (16:30 Uhr) in der Handball Bundesliga Frauen zum Duell der HSG mit dem VfL Oldenburg kommt. Dort möchte die Niederländerin bis zum Saisonende weiterhin Vollgas geben und sieht ihren Verein aktuell auf einem guten Weg: „Die zweite Hälfte der Saison läuft bislang zufriedenstellend. Mit viel Kampf sind wir in der Lage mehr zu erreichen, als man uns zutraut“, ist sich die Blomberger Neuverpflichtung sicher. Neben dem Handball feilt die sympathische Studentin derzeit an ihrem Bachelor-Abschluss in Marketing und Kommunikation an der Johan-Cruyff-Universität in Tilburg, einer Universität speziell für Spitzensportler.

 

Wird ab dem Sommer wieder im HSG-Trikot mit der Nummer 7 auflaufen: Isabelle Jongenelen. Foto: Brink-Medien.