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HSG vor schwerer Aufgabe gegen Bietigheim

In der Frauenhandball-Bundesliga steht die HSG Blomberg-Lippe am morgigen Mittwoch vor einer scheinbar unüberwindbaren Hürde. Um 19.30 Uhr treffen Steffen Birkner und seine Schützlinge in der Sporthalle an der Ulmenallee auf den Meisterschaftsaspiranten SG BBM Bietigheim. Das Team aus Baden-Württemberg ist in der laufenden Saison noch verlustpunktfrei und liegt mit 12:0 Zählern hinter dem Thüringer HC auf dem zweiten Tabellenplatz. Lediglich 25 Treffer machen aktuell den Unterschied zwischen den beiden Top-Mannschaften aus. Dass die Bietigheimerinnen in Blomberg der klare Favorit sind, daran besteht kein Zweifel. Trainer Martin Albertsen, dessen Vertrag erst kürzlich bis 2020 verlängert wurde, kann auf ein Star-Ensemble zurückgreifen, gegen das es jeder Bundesliga-Konkurrent verdammt schwer hat. In den bislang sechs absolvierten Bundesligaspielen avancierte Nationalspielerin Kim Naidzinavicius mit insgesamt 27 Treffern zu den besten Werferinnen der Schwäbinnen. Auf 22 Tore kommen die Ex-Blombergerin Angela Malestein und Fie Woller. Während der Deutsche Meister von 2017 in der Bundesliga unangefochten seine Kreise zieht, ist in der Champions League die Hauptrunde nicht mehr zu schaffen. Am vergangenen Sonntag unterlag man im richtungsweisenden Heimspiel gegen Vipers Kristiansand mit 26:34 Durch den Sieg von Mitkonkurrent Bukarest in Budapest sowie dem verlorenen Direktvergleich gegen die Norwegerinnen sind die Chancen auf ein Weiterkommen dahin. Daher dürften die Angela Malestein und Co. umso motivierter in Blomberg antreten. Keine einfache Ausgangssituation für die HSG Blomberg-Lippe. »Wenn wir in dieser Partie bestehen wollen, müssen wir mit Herz, Kampf und Leidenschaft agieren. Wir wollen uns gegen den klaren Favoriten gut präsentieren. Unser Ziel ist es, die Partie möglichst lange offen zu halten und mit einem positiven Auftritt in die Europameisterschafts-Pause zu gehen«, lautet die Marschrichtung von Steffen Birkner. Dass es gegen das Starensemble aus Schwaben die sechste Pflichtspiel-Niederlage in Folge geben könnte, kalkuliert der HSG-Coach ein. Für den 38-Jährigen ist nach der ärgerlichen Pleite in Neckarsulm entscheidend, wie sich sein Team präsentiert. »Wir müssen im Training wieder hart daran arbeiten, dass gewisse Automatismen greifen. Und wir müssen zu unseren Stärken zurückfinden, um zukünftig mit mehr Stabilität in die Spiele zu gehen«, so Birkner.