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HSG verpasst Überraschung gegen Meister

Nach der Auswärts-Niederlage beim Buxtehuder SV hat es die HSG Blomberg-Lippe nun auch zum ersten Mal in dieser Saison vor heimischer Kulisse erwischt. In der Frauenhandball-Bundesliga mussten sich die Schützlinge von Trainer Steffen Birkner dem Thüringer HC denkbar knapp mit 28:29 (12:15) geschlagen geben. Dabei standen die Gastgeberinnen dicht vor einer Überraschung. Ein Punktgewinn gegen den Deutschen Meister war im Bereich des Möglichen. Allerdings hätte wohl kaum jemand der 842 Zuschauer in der sehr gut gefüllten Sporthalle an der Ulmenallee nach 16 Minuten damit gerechnet, denn der Spitzenreiter führte zu diesem Zeitpunkt mit 10:3. Und nur dank einer überragenden Torhüterin Anna Monz zogen die Gäste nicht noch weiter davon. Erst ab der 20. Minute fand die HSG besser in die Partie. Beim 10:13 nach 25 Minuten war man wieder in Schlagdistanz. Mit 12:15 ging es dann in die Kabinen, aus denen der Tabellenführer scheinbar besser herausgefunden hatte. In der 35. Minute führten die THC-Frauen mit 18:13. Doch Kathrin Pichlmeier und Co. steckten nicht auf. 13 Minuten vor dem Ende war dann eine Überraschung erstmals greifbar. Als die stark aufspielende Laura Rüffieux den 21:22-Anschlusstreffer erzielte, stand die Sporthalle an der Ulmenallee auf dem Kopf. Trotz des zwischenzeitlichen Ausfalls von Patricia Rodrigues (die Rechtsaußen-Spielerin zog sich bei einer Abwehraktion eine Gesichtsverletzung zu) brachten die Blombergerinnen den Favoriten arg in Bedrängnis. Der Tabellenführer wankte zwar, er fiel aber nicht um. Am Ende hatte der THC dann die Nase knapp vorne. Wie schon eine Woche zuvor in Buxtehude, verlor die HSG erneut mit 28:29. Steffen Birkner fand trotz der Niederlage lobende Worte. »Obwohl wir verloren haben, war das gefühlt ein Punktgewinn. Nach diesem verrückten Ende bin ich stolz auf meine Mannschaft. Meine Spielerinnen haben Charakter gezeigt und bewiesen, dass sie auch mit einem absoluten Spitzenteam mithalten können. Schade, dass wir in manchen Situationen nicht mutiger und mit mehr Überzeugung agiert haben. Dann wäre vielleicht ein Unentschieden möglich gewesen«, resümierte der HSG-Coach.

HSG-Tore gegen Thüringen: Kira Schnack (1), Laura Rüffieux (5), Gisa Klaunig (1), Tessa van Zijl (5), Kathrin Pichlmeier (6), Angela Steenbakkers (6/5), Celine Michielsen (2), Silje Brøns Petersen (2).

Foto: Mario Brink/brink-medien