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HSG hofft auf Europapokalplatz

Die HSG Blomberg-Lippe kann am letzten Spieltag der Frauenhandball-Bundesliga-Saison 2017/2018 nicht mehr aus eigener Kraft einen Europapokalplatz erreichen. Wenn am Samstag (26. Mai) um 18 Uhr die finale Partie gegen Frisch Auf Göppingen angepfiffen wird, müssen die Schützlinge von Trainer André Fuhr auf Unterstützung der Liga-Konkurrenz hoffen. »Die Tabellensituation verspricht große Spannung. Von Platz vier bis Platz acht haben alle Mannschaften noch die Möglichkeit, einen Europapokalplatz zu erreichen. Wir haben es nach der Niederlage in Leverkusen leider nicht mehr in den eigenen Händen und sind auf Mithilfe von Thüringen und Bietigheim angewiesen. Ich hoffe, dass sich diese Teams im Sinne der sportlichen Fairness entsprechend verhalten und agieren. Wir dagegen müssen unsere Chance nutzen und gegen Göppingen gewinnen«, beschreibt der HSG-Coach die Ausgangslage. Parallel zum Spiel der Stolle und Co. sollten dann Meister Thüringen (gegen Leverkusen) und Vize-Meister Bietigheim (gegen Dortmund) die unmittelbaren Kontrahenten bezwingen. Dann wäre die HSG in der kommenden Saison sehr wahrscheinlich international vertreten. Doch egal, wie die Partie gegen Göppingen auch endet, André Fuhr blickt vor seinen letzten 60 Minuten als HSG-Verantwortlicher auf eine außergewöhnlich erfolgreiche Saison. »Dass wir uns am letzten Spieltag in der Situation befinden und noch die Möglichkeit haben, uns für Europa zu qualifizieren, ist die Sensation schlechthin. Wir haben 32 Punkte auf dem Konto und das ist richtig, richtig gut. Wir haben bislang eine überragende Saison gespielt und können stolz auf das Geleistete sein«, meint der 47-Jährige. Die Zuschauer in der ausverkauften Sporthalle an der Ulmenallee dürfen sich jedenfalls auf ein echtes »Endspiel« freuen, denn auch Göppingen hat noch gute Chancen, sich für einen Europapokalplatz zu qualifizieren. »Ich habe großen Respekt vor diesem Gegner, der es vielen Teams auch aufgrund seiner 3:2:1-Deckung jugoslawischer Prägung nicht einfach macht. Göppingen ist sehr kampfstark und verfügt über einige gute Individualistinnen. Wenn wir diesen Gegner bezwingen wollen, müssen wir zu unserem Umschaltspiel und einfachen Toren finden. Außerdem sind wir gefordert, Zweikämpfe zu führen – offensiv und defensiv. Ich erwarte noch einmal volle Einsatzbereitschaft und Kampfgeist«, so André Fuhr. Emotional wird es so oder so nach Spielschluss zugehen. Neben dem Trainer werden auch die Spielerinnen Alicia Stolle, Larissa Petersen und Kaja Ziegenbein verabschiedet.