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HSG reist zum Spitzenspiel nach Metzingen

Nach zehn nicht verlorenen Partien in Serie steht die HSG Blomberg-Lippe in der Frauenhandball-Bundesliga an diesem Samstag vor einer hohen Hürde. Um 19.30 Uhr wird in der Ösch-Sporthalle die Begegnung bei der TuS Metzingen angepfiffen. Der lediglich zwei Punkte und zwei Plätze besser platzierte Tabellendritte empfängt das aktuell fünftbeste Team der Liga. Für Spannung ist im Vorfeld also gesorgt. »Trotz unserer 18:2 Punkte hintereinander sind wir in Metzingen klarer Außenseiter. Die Trauben dort hängen verdammt hoch«, sagt HSG-Coach André Fuhr im Vorfeld. Zwar sind den Schwäbinnen zuletzt in Rödertal (36:25) und gegen Neckarsulm (35:18) zwei Kantersiege gelungen, allerdings haben die Schützlinge von Trainer Rene Hamann-Boeriths zum Jahreswechsel auch deutlich geschwächelt. Der 28:32-Heimpleite gegen Frisch Auf Göppingen am 30. Dezember folgte am 7. Januar eine überraschende 23:24-Niederlage bei Aufsteiger HSG Bensheim-Auerbach. Spätestens nach diesem Spiel war klar, dass es auch in diesem Jahr nichts mit der Meisterschaft werden würde. Die »Tussies« liegen mittlerweile acht Punkte hinter Spitzenreiter Thüringer HC zurück und müssen aufpassen, dass sie nicht ins Mittelfeld der Bundesliga abrutschen. »Wir wollen die Euphorie und das Selbstvertrauen natürlich mit in dieses Spiel nehmen. Allerdings ist Metzingen der klare Favorit, der sich zuletzt wieder stabilisieren konnte. Obwohl der Abstand momentan nur zwei Punkte beträgt, gehört Metzingen zu den drei Top-Teams der Liga. Ich mag die Art, wie sie Handballspielen«, so André Fuhr. Verzichten muss die HSG auf Kamila Kordovska und Patricia Rodriguez, die sich beide mit einem grippalen Infekt herumplagen. Besonders der Ausfall von Kordovska trifft die Blombergerinnen hart, weil die tschechische Nationalspielerin eine feste Größe in der Abwehr ist. Für die HSG ist es übrigens das nunmehr vierte Aufeinandertreffen mit der Mannschaft aus Baden-Württemberg in dieser Saison. Das Hinspiel in der Meisterschaft im September ging mit 19:26 ebenso verloren wie die beiden Europapokal-Begegnungen im Oktober (24:32 und 27:28).

Foto: Paul Cohen