Bundesliga Feature Spielberichte

Nichts zu holen bei Oldenburger Abschiedsparty

Während die Cheerleaderinnen des VfL Oldenburg ihrer Mannschaft nach ihrem Heimsieg begeistert Spalier standen, um die Verabschiedungen von Spielerinnen und Trainern zu begleiten, blieben die Spielerinnen der HSG Blomberg-Lippe nach dem 28:36 (13:14) beim Auslaufen nach der Partie im Hintergrund. Dieses Bild passte zu einer Schlussphase, in der das Team von André Fuhr vor einer begeisterten Kulisse in der EWE-Arena zu oft zu Statisten degradiert wurde. Die Niederlage fiel zwar um einige Tore zu hoch aus, ging allerdings in Ordnung, weil es der HSG nicht gelang, in der Abwehr Zugriff auf die spielfreudigen Oldenburgerinnen zu bekommen. Entweder rutschte der Ball unglücklich durch, die Abstimmung passte nicht oder Fuhrs Schützlinge passten schlicht und einfach nicht auf.

Zudem fehlte es vorne an Durchschlagskraft aus der zweiten Reihe, um diese Mängel zu kompensieren – die Gäste mussten sich jeden Treffer hart erarbeiten, weil sie aufgrund der Defensivleistung auch nicht ins Tempospiel kamen. Das gelang, angeführt von der spielstarken Silje Brøns Petersen, bis zur Schlussphase sogar recht gut (25:28, 51‘), dann allerdings waren es ausgerechnet zwei Fehlwürfe der Dänin, die die Blombergerinnen auf die Verliererstraße brachten: Dabei kann man der Rückraumspielerin noch nicht einmal einen Vorwurf machen, denn sowohl ihr Siebenmeter als auch ein Schlagwurf danach waren zwar gut geworfen, landeten aber eben am Pfosten anstatt im Tor. Im Gegenzug traf der VfL jeweils ins Tor, sodass es nach dem Tor der zukünftigen Blombergerin Kira Schnack 30:25 (53‘) aus Sicht der Gastgeberinnen stand. Die schwammen im letzten Heimspiel der Saison vor einer tollen Kulisse nun auf einer Euphoriewelle, die die HSG letztenendes überrollte.

HSG: Veith, Monz – da Silva, Rüffieux (2), Klaunig, Müller (6), Gera (1), Petersen, Mitrovic (3/1), Stolle (4), Huber (1), Rodrigues, Cardoso (4), Brøns Petersen (7/2).