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29:28 – HSG nach starker Schlussphase jetzt Neunter

Es war vielleicht nicht der beste Handball, den die beiden Teams in der Begegnung der HSG Blomberg-Lippe gegen die HSG Bad Wildungen Vipers boten, aber das Eintrittsgeld war der 29:28 (12:13)-Sieg der Blombergerinnen allemal wert. In einer packenden Schlussphase sorgte ein Doppelschlag von Gisa Klaunig dafür, dass die Partie zugunsten der Heimmannschaft kippte, den entscheidenden Treffer zum Endstand erzielte Alicia Stolle eine halbe Minute vor Schluss. Zuvor hatten die beiden Rückraumspielerinnen nicht ihren besten Tag erwischt, weshalb eine große Last auf den Schultern von Mittelfrau Gordana Mitrović lastete. Und die Nummer 15 lieferte: Elfmal zappelte die Kugel im Netz, nachdem Mitrović abgedrückt hatte.
Sie war eine der wenigen Spielerinnen auf dem Feld, die vieles richtig machte. Oder anders ausgedrückt: Ein Augenschmaus war die Begegnung zwischen dem Elften aus Bad Wildungen und nunmehr Neunten nämlich nicht. „Ich bin froh, dass wir die beiden Punkte gewonnen haben“, sagte Blombergs Coach André Fuhr nach der Partie. Seine Mannschaft konnte für sich beanspruchen, zumindest in der Schlussphase den nötigen Biss an den Tag gelegt zu haben, während „Vipers“-Trainerin Tessa Bremmer resümierte: „Man hat gesehen, dass es für beide Teams nicht wirklich um etwas ging. Wir waren am Ende dann nicht mehr aggressiv genug in der Abwehr.“
Die Gastgeberinnen erwischten den besseren Start in die Partie und lagen nach 23 Minuten bereits mit 11:8 in Front. Dann allerdings folgte eine Phase, in der wenig bis gar nichts gelingen wollte: Gegen Bad Wildungens defenisve Formation fehlten zwingende Lösungen, während die eigene Defensive ein paar Lücken zu viel aufwies. Folglich stand es (nach 12:13 zur Pause) drei Minuten nach Wiederanpfiff sogar 12:16. Fuhr reagierte und nahm eine Auszeit, um seine Schützlinge wieder wach zu rütteln. Das gelang den Lipperinnen angeführt von ihrer starken Mittelfrau – auf den Schönheitspreis konnte man dann auch verzichten.

HSG: Monz, Veith – da Silva, Rüffieux (3), Klaunig (4), Müller (2), Pichlmeier (2/2), Gera (1), Großheim, Petersen, Mitrović (11/2), Stolle (2), Huber (2), Rodrigues, Cardos (1), Brøns Petersen (1).