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Mit Respekt aber ohne Angst gegen den Thüringer HC / Kontrolle durch das Ordnungsamt

Thüringen war für die HSG Blomberg-Lippe bisher keine Reise wert: Ungern wird man sich im lippischen Lager an die ersten beiden Novemberwochen des letzten Jahres erinnern, als es für das Team von Trainer André Fuhr zwei deftige Packungen beim deutschen Meister gab. Knapp fünf Monate später haben sich die Vorzeichen geändert, wenn die Thüringerinnen am morgigen Samstag um 16.30 Uhr in der Halle an der Ulmenallee gastieren: Die HSG kommt mit dem Rückenwind eines bärenstarken 32:29-Sieges in Buxtehude, während sich der THC zu einem 26:24 gegen den Drittletzten Neckarsulmer Sportunion mühte. Für Fuhr und seine Schützlinge ist das allerdings nicht das beste Resultat. “Herbert Müller wird dieses Ergebnis nutzen, um seine Mannschaft richtig zu motivieren. Das ist uns auch schon im Hinspiel passiert, als sie zuvor in der Champions League nicht gut ausgesehen hatten”, erklärt Fuhr. Generell seien die Karten klar verteilt, wie er anfügt, immerhin geht es gegen eine Mannschaft, die sich in den vergangenen vier Jahren immer zum deutschen Meister krönen konnte. “Trotzdem, wir haben ein Heimspiel und haben denke ich nach der letzten Vorstellung gegen Leverkusen und der im Hinspiel in Thüringen noch etwas gut zu machen. Wir werden mit Respekt, aber ohne Angst antreten”, bringt es der Coach auf den Punkt. Nicht unbedingt erleichtert wird die Aufgabe durch den Ausfall von der in Buxtehude so glänzend aufspielenden Franziska Müller, die an einer Schulterverletzung laboriert. Auch für Samara da Silva Vieira (Knie) kommt ein Einsatz noch zu früh. Resümierend lässt sich sagen, dass die Nelkenstädterinnen durchaus als Außenseiter in die Partie in heimischer Halle gehen – aber mit Überraschungen kennen sie sich bekanntlich spätestens seit der letzten Woche aus.

Ein besonderer Hinweis noch für die Zuschauer, die sich das Spiel vor Ort anschauen wollen: Die Stadt Blomberg hat angekündigt, rigorose Kontrollen entlang der Ulmenallee zu machen, deshalb noch einmal die Bitte, die für Besucher des Bundesligaspiels vorgesehenen Parkplätze am Stadion zu nutzen – ansonsten wird es für jeden, der nicht auf einer als solcher gekennzeichneten Parkfläche steht, ein teurer Besuch.