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Kamila Kordovská kommt aus Prag – HSG sichert sich tschechisches Toptalent

Der HSG Blomberg-Lippe ist ein Transfercoup gelungen: Aus der tschechischen Hauptstadt wechselt Kamila Kordovská in das Lipperland. Die 19-jährige, die sowohl im Rückraum auf der linken Seite als auch in der Mitte eingesetzt werden kann, kommt von Slavia Prag und stand schon länger im Blickpunkt von André Fuhr: „Kamila war unsere absolute Wunschspielerin. Wir beobachten ihre Entwicklung seit zwei Jahren. Sie hat bei Slavia Prag trotz ihres jungen Alters in Abwehr und Angriff eine Führungsrolle gespielt, was zeigt, welch großes Potential in ihr steckt. Kamila ist hochtalentiert. Sie passt mit ihrer Spielanlage hervorragend in unsere junge Mannschaft”, so der Sportdirektor. Auch die 20-fache A-Nationalspielerin freut sich über den Wechsel: „Es war für mich immer ein Ziel in der Bundesliga zu spielen. Für mich ist das ein wichtiger Schritt in meiner Entwicklung. Blomberg ist eine schöne kleine Stadt und ich werde mich hier schnell wohlfühlen. Ich möchte mich schnell in die Mannschaft integrieren und meine Teil dazu beitragen, dass wir Erfolg haben“, so Kordovská, die Anfang des Jahres ein mehrtägiges Probetraining in der Nelkenstadt absolvierte und die für zwei Jahre unterschrieb. Die Marschroute ist klar: „Sie soll auch bei uns nach der immer notwendigen Eingewöhnungszeit eine tragende Rolle in Offensive und Defensive einnehmen“, erklärt Fuhr. Kordovská, die in diesem Jahr ihre Matura “baute”, soll so schnell wie möglich deutsch lernen und mittelfristig eine wichtige Korsettstange der neuen Blomberger Mannschaft werden. Liiert ist Kordovská mit Filip Brezina, 20jähriger Spielmacher und Juniorennationalspieler seines Landes.

Verlassen muss hingegen Samara da Silva Vieira den Verein. Der Vertrag mit der Brasilianerin wird nicht verlängert. „Samara ist im bisherigen Saisonverlauf unsere Haupttorschützin. Wenn sie körperlich fit ist, hat sie hohes Bundesliganiveau und kann den Unterschied ausmachen. Allerdings konnte sie wegen ständiger gesundheitlicher Probleme weniger als ein Drittel aller möglichen Spiele für die HSG absolvieren, seit sie im Januar 2016 aus Brasilien zu uns gekommen ist“, erklärt André Fuhr die Entscheidung.