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HSG springt nach 23:22 auf Nichtabstiegsplatz

Ein einziges Mal lag die HSG Blomberg-Lippe beim 23:22 (13:11)-Auswärtserfolg bei den HSG Bad Wildungen Vipers in Rückstand – und zwar beim 0:1 durch Annika Busch. Danach übernahmen die Gäste die Regie, gewannen verdient und fuhren zwei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf ein. Weil die SVG Celle parallel dem Thüringer HC mit 25:35 unterlag, gelang den Blombergerinnen der Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz. Entsprechend ausgelassen feierten Spielerinnen und Verantwortliche der Gäste den knappen Sieg. Da war es allen herzlich egal, dass die Lipperinnen die Partie unnötig spannend gestaltet hatten. So sah es auch ihr Geschäftsführer Torsten Pfennig: “Auch wenn es heute keine Glazleistung war, zählt unter dem Strich nur der Sieg. Wir sind glücklich und erleichtert und haben uns heute mit zwei Punkten belohnt. Alles andere ist heute zweitrangig.”

Pfennig bezieht sich dabei auf die überflüssig enge Schlussphase. Denn obwohl Fuhrs Mannschaft so gut wie die gesamte Partie über in Führung lag, gelang es ihr nicht, sich einen komfortablen Vorsprung herauszuspielen. Das höchste der Gefühle waren drei Tore Unterschied, zu mehr reichte es aufgrund von Unkonzentriertheiten im Abschluss und technischen Fehlern im Angriff nicht. Die Möglichkeit dazu hatten sich die Gäste in der Abwehr mit einer konzentrierten Leistung selbst erarbeitet. Den “Vipers” fiel gegen die Manndeckung von Top-Torschützin Vasilescu kein probates Mittel ein. Am Ende bleibt der Eindruck einer starken Teamleistung und einem Blomberger Rückraum, der in der entscheidenden Phase einen kühlen Kopf behielt: Erst Klaunig, dann Pichlmeier und zuletzt Stolle sorgten dafür, dass ein Polster von drei Toren fünf Minuten vor Schluss (21:18) zum Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz reichte.