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31:39 – HSG hat in toller Partie das Nachsehen

“Ich denke, das war heute Werbung für den Frauenhandball”, sagte André Fuhr, Trainer der HSG Blomberg-Lippe nach dem 31:39 (14:19) seiner Mannschaft gegen die SG BBM Bietigheim. Es passiert selten, dass ein Trainer nach einer acht-Tore-Schlappe noch ins Schwärmen gerät, doch Fuhr ging es da nur wie vielen der Zuschauer in der ausverkauften Halle an der Ulmenallee: Der Spitzenreiter ist eben eine Klasse für sich. Während des Spiels zeigten Fuhr und sein Team allerdings keinen Funken Respekt. Über viele Phasen des Spiels ärgerte die HSG den Klassenprimus gehörig. Angeführt von einer überragenden Kathrin Pichlmeier (neun Tore) hielten die Gastgeberinnen bis fünf Minuten vor der Pause ein Unentschieden (14:14), ehe Bietigheim vor der Pause einen 5:1-Lauf startete.

Nichtsdestotrotz war es aller Ehren wert, wie sich Fuhrs Team in Abwehr und Angriff mit hundert Prozent in jede Aktion warf. Doch logischerweise schwand bei dieser Spielweise irgendwann die Kraft. Während Bietigheim durch Personalwechsel weiterhin einen durchweg torgefährlichen Rückraum aufbieten konnte, kassierte die HSG die Gegentore in den zehn Minuten nach Wiederanpfiff ein wenig zu einfach. Und ehe man sich versah, lagen die Gäste acht Minuten nach Wiederanpfiff mit acht Toren vorne (18:26 aus Blomberger Sicht). Es war klar, dass sich der Erste diese Führung nicht mehr nehmen lassen würde. Nicht nur in dieser Phase eine Klasse für sich war Kim Naidzinavicius (zwölf Tore). Es sagt alles über die Qualität der SG BBM aus, dass die deutsche Nationalspielerin nicht von Beginn an auf dem Feld stand.

“Das Bitterste heute ist einfach, dass wir mit dieser Leistung am Mittwoch gepunktet hätten”, merkte Fuhr berechtigterweise an, zeigte sich dann aber kämpferisch: “Wir müssen die positiven Aspekte aus diesem Spiel mitnehmen. Und dann fahren wir im neuen Jahr nach Bad Wildungen, um den Bock umzustoßen.”

 

HSG: Veith, Monz – da Silva (1), Rüffieux (4), Klaunig (4), Müller (6), Franz, Pichlmeier (9/3), Gera (1), Großheim, Petersen, Stolle (4), Huber, Cardoso (2).